Gestacheltes Fest-Märzen – damals und heute.

Das „Stacheln“ geht auf ein ursprüngliches Ritual der Brauer zurück, das in den brauereieigenen Schmieden begann. Damals wollten die Brauer ihr kaltes Bier mit einem glühenden Eisenstab, dem „Stachel“ erwärmen, der in der Brauerei-Schmiede immer griffbereit war. Dadurch schmeckte das Bier weicher, aromatischer und der Schaum wurde feinporiger.

Heute „stacheln“ unsere Brauer nicht das fertige Bier im Krug, sondern bereits die Bierwürze im Sudhaus. Diese enthält vor der Vergärung zum fertigen Fest-Märzen noch erheblich mehr Malzzucker, der an den heißen, glühenden Kugeln karamellisiert, die von den Brauern in den Sud gehängt werden. Die Bierwürze erhält dadurch ihr einzigartiges, feines Karamell-aroma und das Bier seine leicht rötliche Farbe.